Kosten

Jeder implantatgetragene Zahnersatz ist ein Unikat, wie ein Maßanzug oder ein Modellkleid. Die dazu notwendigen Materialien und Arbeitsleistungen unterscheiden sich von Fall zu Fall. Dabei fallen Kosten für die Implantation selbst mit allen nötigen Maßnahmen an. Dazu kommen Material- und Herstellungskosten für den Zahnersatz. Für das Anpassen des Zahnersatzes wird noch ein Zahnarzthonorar fällig.

Bei einer Implantation gibt es zwei Kostenvoranschläge und damit zwei Rechnungen. Dies hat Gründe: Manchmal übernimmt der „Haus-Zahnarzt“ die Vorbehandlung und das Anpassen des Zahnersatzes, während ein Implantologe das Implantat einsetzt und gegebenenfalls nötige Spezialuntersuchungen durchführt. Zwei Ärzte: zwei Kostenvoranschläge und Rechnungen. Das hat sich auch als praktisch erwiesen, wenn alles in der Hand eines Zahnarztes liegt.

Denn die gesetzlichen Krankenversicherer zahlen die implantologischchirurgischen Leistungen nicht.

 

Das zahlt die Versicherung

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) bezahlen keine Implantate. Sie bezuschussen jedoch den Zahnersatz, der auf den künstlichen Wurzeln sitzt. Das heißt, die Implantate bleiben Privatleistung.

Gesetzlich Versicherte erhalten einen Heil- und Kostenplan, der vor Beginn der Behandlung bei der Krankenkasse abzugeben ist. Die Kasse muss diesen genehmigen und vermerken, wie hoch der Zuschuss ist, den sie zahlt. Dieser beträgt in der Regel 50% der Regelversorgung. Dazu kann ein Bonus kommen, der durch regelmäßige Zahnarztbesuche erworben wird – und im Bonusheft festgehalten ist. Mit Regelversorgung ist die einfachste Zahnersatzlösung für den jeweiligen Befund gemeint, denn die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen lediglich eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Behandlung. Aus der Schule wissen wir, dass „ausreichend“ nicht „gut“ oder „sehr gut“ bedeutet.

Private Krankenversicherer zahlen in der Regel Implantatversorgungen im Rahmen ihrer tariflichen Bedingungen. Es empfiehlt sich jedoch, vor der Behandlung den Kostenvoranschlag einzureichen. Denn in vielen Fällen werden medizinisch notwendige Leistungen auch von den privaten Krankenversicherungen nicht übernommen. Daher muß auch der Privatversicherte, je nach Tarif, mit einer gewissen Eigenleistung rechnen.

Zusatzversicherungen
Viele Versicherungen bieten Zusatztarife an, die implantologische Leistungen (zum Teil) erstatten. Hier gibt es große Unterschiede. Daher ist es sinnvoll vor der Implantation zu klären, ob bzw. wie viel die Versicherung erstattet.

Tipp: Ratenzahlung
Sprechen Sie Ihren Implantologen an, wenn Sie den Gesamtbetrag nicht auf einmal zahlen können. Viele Implantologen sind darauf eingestellt und bieten Ratenzahlungsmöglichkeiten an.

zahnversicherung

Fazit

Eine Behandlung mit Implantaten ist eine sehr gute Investition in die eigene Gesundheit, unser höchstes Gut und sorgt langfristig für Sicherheit, Lebensqualität und Kaukomfort.

fazit