Wer braucht Implantate?

Jung und Alt – jeder kann Zähne verlieren, mit zunehmendem Alter steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit. Die Ursachen für Zahnverlust sind vielfältig. Jüngere Menschen verlieren Zähne häufig aufgrund von Unfällen, oder Karies. Ab dem 40. Lebensjahr ist oft eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) der wichtigste Auslöser.

Ein gesunder Zahn sitzt mit der Zahnwurzel tief im Kieferknochen. Über sehr viele kleine Fasern, die von der Wurzelhaut ausgehen, ist er fest und gleichzeitig ein wenig elastisch im Kieferknochen verankert. Diese Strukturen werden auch als Zahnhalteapparat bezeichnet. So ausgestattet kann ein Zahn den großen Belastungen, denen er im Laufe eines Lebens ausgesetzt ist, Stand halten.

Zahnkiller Karies

Jüngere Menschen unter 40 Jahren verlieren Zähne häufig durch Unfälle oder Gewalteinwirkung. Starke Stösse oder Schläge lassen die Zähne abbrechen, eine Zahnentfernung ist dann häufig unvermeidlich.

Eine immer noch weit verbreitete Ursache für Zahnverlust ist Karies – obwohl sich in den letzten Jahren die Karies-Vorsorge beim Zahnarzt sehr verbessert hat und die Menschen wissen, dass regelmäßige Zahnarztbesuche, gute Pflege und geeignete Vorsorgemaßnahmen der Karies vorbeugen können.

Karies ist eine häufige Ursache für Zahnverlust. Dabei spielen Bakterien, die auf den Zähnen siedeln und durch ihre Stoffwechselprodukte den Zahnschmelz schädigen, eine wichtige Rolle. Weitere Faktoren, die die Karies-Entstehung beeinflussen, sind die genetisch bedingte Qualität der Zähne, die Nahrung und die Zahnpflege.

Hat sich die Karies bis zur Zahnwurzel vorgearbeitet, reichen Zahnfüllungen nicht mehr aus. Wurzelbehandlungen – und wenn auch diese versagen – eine kleinere Operation, bei der die Wurzelspitze entfernt wird (Wurzelresektion) sind die letzten Möglichkeiten, den Zahn noch zu erhalten. Dies gelingt jedoch nicht immer oder nur für eine begrenzte Zeit.

Entzündung des Zahnhalteapparates

Ab dem 40. Lebensjahr ist eine Parodontitis die häufigste Ursache für den Verlust von Zähnen. Als Parodontitis wird die Entzündung des Zahnhalteapparates bezeichnet – dazu gehören das Zahnfleisch und die Zahnwurzel samt Wurzelhaut. Vier von fünf Personen über 40 Jahren sind von dieser Erkrankung betroffen.

Bei der Parodontitis bildet sich zunächst das Zahnfleisch zurück. Tückisch ist, dass die bakteriell bedingte Entzündung meist schmerzfrei verläuft und häufig unbemerkt langsam fortschreitet. Sie greift in fortgeschrittenen Stadien die Zahnwurzel und den Kieferknochen an. Die Folgen: die Zähne verschieben und lockern sich und fallen schließlich aus. Dadurch werden die verbliebenen Zähne stärker belastet. Ein Teufelskreis kommt in Gang: Immer mehr Zähne fallen aus oder müssen entfernt werden, wodurch die verbleibenden Zähne immer weniger Halt haben.

Dieser Domino-Effekt kann aufgehalten werden, wenn die ersten Zeichen dafür rechtzeitig erkannt werden. Auch wenn bereits Zähne fehlen kann der Teufelskreis durchbrochen werden, indem Implantate für neue Stabilität im Kiefer sorgen.