Gute Gründe für ein Implantat

Implantate können – wenn sie rechtzeitig gesetzt werden – den zwangsläufigen Abbau des Kieferknochens vermeiden. Und der Knochenverlust ist nicht die einzige negative Folge von Zahnverlust

Eine Zahnlücke im Mund fällt auf, besonders im Frontzahn- oder vorderen Seitenzahnbereich. Man kann sie kaum verstecken, nicht mit einer Sonnenbrille tarnen wie müde oder verweinte Augen. Das Gesicht hat sich verändert. Darunter leidet in der Regel das Selbstbewußtsein der Betroffenen. Viele Menschen trauen sich nicht mehr, den Mund richtig zu öffnen und zum Beispiel unbeschwert zu lachen. Dies ist für viele Menschen Grund genug, schnell für Zahnersatz zu sorgen, aber nicht der einzige.

Erst wenn ein Zahn fehlt, fällt auf, wie viele wichtige Funktionen er eigentlich übernimmt.

  • Die Schneidezähne ermöglichen das Abbeißen, zum Beispiel beim Essen eines Apfels.
  • Die Backenzähne zerkleinern und zermahlen die Nahrung, dies ist der erste Schritt der Verdauung.
  • Zähne sind wichtig für die Aussprache. Lispeln ist ein typisches Sprachproblem, das auftritt, wenn Schneidezähne fehlen.
  • Zähne halten den Speichel in der Mundhöhle. Fehlen Zähne, kann der Speichel durch die Lücke heraus dringen.

Seitenzähne – jeder zählt

Der Verlust eines Seitenzahnes hat erhebliche Konsequenzen. Die verbleibenden Zähne werden stärker belastet, dadurch können sie sich lockern. Auch ist zu beobachten, dass eine vorhandene Lücke nach wenigen Monaten deutlich schmaler geworden ist. Denn die verbliebenen Zähne können wandern oder auch kippen. All dies schwächt die Stabilität des Kieferknochens und der verbliebenen Zähne. Dazu kommt das ästhetische Problem und unter Umständen auch ein Pflegeproblem, wenn sich durch die Zahnverschiebung schlecht zugängige Zwischenräume bilden.

Aber nicht nur die Lücke und die sie umgebenden Zähne wandern. Auch der sogenannte Gegenzahn auf der anderen Seite der Lücke kann in diese hineinwachsen, Denn er hat kein Gegenüber mehr, das ihn aufhält. Ist dies der Fall, sind Fehlbelastungen des Zahns und der Kiefergelenke möglich. Dies verkompliziert eine nötige Behandlung, denn nicht nur die Lücke, sondern auch der Gegenzahn und eventuell das Kiefergelenk müssen behandelt werden.

Zahnverlust = Kieferknochenverlust

Zahnverlust bedeutet auch immer Verlust des Kieferknochens. Solange der Zahn beim Kauen den Kiefer belastet, wird er vom Körper „stark“ gehalten. Sobald der Zahn fehlt, verschwendet der Körper keine unnötige Energie, um den „nicht gebrauchten“ Kieferbereich stark zu halten. Der Knochen kann auf natürliche Weise nicht wieder aufgebaut werden. In der medizinischen Fachsprache wird Abbau aufgrund von Nicht-Gebrauch als Atrophie bezeichnet.

Nur ein gesetztes Implantat, kann den Kieferknochenabbau aufhalten.